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Risen 2: Dark Waters

Ab auf die Insel!

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Seite: 12Fazit
Xbox 360|PlayStation 3
Rollenspiel Wir haben uns noch einmal Risen 2 zur Brust genommen, da endlich die PS3-Fassung in die Redaktion gesegelt ist und wir deshalb einen Vergleich zwischen den beiden Konsolenfassungen anstellen konnten. Unseren großen Test zu Risen 2 findet ihr in der aktuellen Consol-Ausgabe, die sich derzeit im Handel befindet.

In Risen 2 verschlägt es uns in eine karibisch anmutende Inselwelt und wir schlüpfen ein weiteres Mal in die Haut unseres namenlosen Helden, der in Teil eins noch glaubte, mit seinem Sieg über den Feuertitan die Welt gerettet zu haben. Mittlerweile sind 15 Jahre ins Land gezogen und unser Protagonist ist ein abgehalfterter Taugenichts, der in Caldera, der letzten menschlichen Festung in der alten Welt, sein Dasein fristet. Doch das mehr oder weniger beschauliche Leben mit jeder Menge Rum als einzigem Lichtblick für trostlose Tage nimmt jäh ein Ende, als wir mitten in einem Sturm zum Kommandanten gerufen werden: Ein Schiff nähert sich der Küste und wird, bevor es den sicheren Hafen erreichen kann, vor unseren Augen von einem Kraken in die Tiefe gezerrt. Unsere erste Aufgabe besteht nun darin, dass wir uns am Strand nach angespülten Überlebenden umsehen.

Strandgut

Überlebende finden wir auch, genau genommen eine Überlebende, nämlich Piratenbraut Patty, die wir bereits aus dem Vorgänger kennen. Von ihr erfahren wir auch, dass ihr Vater – Kapitän Stahlbart – ein Mittel gegen den Kraken kennt. Eine Information, die den Beginn unserer abenteuerlichen Reise durch die Inselwelt von Arborea darstellt und uns gut 30 bis 40 Stunden beschäftigt halten wird. Zur Geschichte selbst wollen wir euch allerdings nicht mehr allzu viel verraten, schließlich sollt ihr sie selber erleben. Wir haben sie in vielerlei Hinsicht als eine Spur zu vorhersehbar empfunden, auch wenn sie uns immer ausreichend Motivation gab, um weiter bei der Stange zu bleiben. Ein Großteil dieser Motivation ist dabei sicherlich den zahlreichen NPCs und ihren Geschichten zu verdanken – diese sind nämlich auch diesmal wieder das wahre Highlight des Titels und bringen ausgesprochen viel Piratencharme mit sich. Einen Charme, den die Hauptstory nicht ganz zu vermitteln weiß, da sie sich eine Spur zu sehr nach Hollywood-Geschichte anfühlt und ihr die typischen Ecken und Kanten fehlen, die normalerweise Piranha Bytes auszeichnen.


 
Pirat werden ist schwer

Ein wahrer Pirat zu werden, ist gar nicht so einfach, da wir zu Beginn wirklich bei Null anfangen und uns erst nach oben arbeiten müssen. Für jede erfüllte Aufgabe und auch für das Besiegen von Gegnern sammeln wir nämlich Ruhm – leider keinen Rum – mit dem wir unsere Hauptfähigkeiten steigern können, etwa im Fernkampf, Nahkampf oder in Gerissenheit, um in weiterer Folge schmutzige Tricks zu lernen. Haben wir ein bestimmtes Level erreicht, können wir neue Fähigkeiten bei den zahlreichen Lehrern auf den Inseln erwerben. Diese reichen vom hilfreichen Tritt bis hin zu der Möglichkeit, Feuerwaffen zu führen oder gar die Voodoo-Magie zu erlernen. Aber auch zum Setting passende Features wurden eingeführt, wie ein gezähmtes Äffchen, das ihr verwenden könnt, um an schwer zugängliche Orte zu gelangen oder unbemerkt etwas zu stehlen; ebenso ein Papagei, der eure Gegner ablenkt. Bis dahin ist es allerdings ein weiter und steiniger Weg, auf dem ihr um jedes bisschen Ruhm und Gold kämpft. Vor allem Letzteres benötigt ihr nicht nur, um an bessere Ausrüstung zu gelangen, sondern  auch, um die zahlreichen Fähigkeiten zu lernen, die für einige Quests eine Grundvoraussetzung darstellen, um diese überhaupt annehmen zu dürfen. Das Sammeln von Gold zeichnet sich hier als kompliziertester Teil des Vorhabens ab. Vor allem, da selbst wertvoll erscheinende Gegenstände selten mehr als ein paar Hundert Gold abwerfen, die meisten Fähigkeiten allerdings erst ab 1.000 zu haben sind. Ein wenig Abhilfe schaffen immerhin die zahlreichen vergrabenen Schätze, die auf jeder Insel zu finden sind und den Forscherdrang anstacheln. Neben Schätzen gibt es außerdem noch eine Menge legendärer Gegenstände zu finden, die eure Attribute dauerhaft verbessern. Hinweise, wonach ihr suchen müsst, finden sich dabei in Gesprächen mit NPCs, aber auch in herumliegenden Büchern.

Seite: 12Fazit

Spielinformationen

Grafik
Optisch zwar deutlich besser als Teil 1, allerdings noch immer keine Augenweide mit aufploppenden Details, Tearing-Problemen, Kantenflimmern und Performance-Einbrüchen.
Sound
Die Hintergrundmusik ist stimmungsvoll geraten und sogar den deutschen Sprechern hört man durchaus gerne zu.
Handling
Menüführung und Steuerung wurden besser an die Konsolen angepasst als im Vorgänger und gehen angenehm von der Hand.
Motivation
Zwar ist die Welt von Risen 2 weniger offen als im ersten Teil, allerdings gibt es nach wie vor genügend zu entdecken. Je nachdem, ob ihr alles erkundet und erledigt, werdet ihr zwischen 30 und 40 Stunden für das Spiel benötigen.
Pro & Con
  • lebendige Spielwelt mit Piratencharme
  • Handling deutlich verbessert
  • Story vorhersehbar
  • Bosskämpfe langweilig
Systemunterschiede
Beide Fassungen sind sich grafisch recht ähnlich und insgesamt nicht sonderlich gut. Bei der PS3-Version fallen jedoch die Performance-Einbrüche stärker ins Gewicht und stören den Spielspaß deutlich mehr.
Wertungen
 SingleMulti
PS374%-%
Xbox 36076%-%