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Retro/Grade

Rückwärts im Weltall Gitarre spielen, warum auch nicht?

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Nicht schon wieder ein Space-Shoot’em-Up das rückwärts läuft und mit Gitarren-Controller gespielt wird, ist ja total FIFA! Moment mal, was? Jap, diese Spielbeschreibung passt wirklich zu Retro/Grade und ist nicht im Zufallsgenerator entstanden. Verrückt. Retro/Grade beginnt also mit dem letzten Boss, der mit einigen Laser-Pew-Pews ins Nirwana gejagt wird. Danach, Riss im Raum-Zeit-Kontinuum und das Universum kann nur gerettet werden, indem man die gesamte Weltall-Odyssee noch einmal rückwärts durchlebt. Dabei müssen die einst geballerten Schüsse des Raumschiffs wieder eingesammelt werden, in dem man auf der richtigen von zwei bis sechs vorgegebenen Spuren ist und die Projektile mit einem rhythmischen Knopfdruck wieder einsaugt. So innovativ das Konzept auch scheint, bald wird klar, dass es sich hier eigentlich nur um ein hübsch verpacktes Guitar Hero mit Elektro-Soundtrack handelt. Vielleicht wäre beim Konzept noch mehr drin gewesen, das Gebotene ist aber mehr als solide: Zehn gute Tracks (wenn auch die musikalische Variation etwas fehlt), sechs Schwierigkeitsgrade und ein ausführlicher, mit Extras gespickter Missions-Modus. Die letzten Schwierigkeitsgrade gehen mit Controller-Steuerung zwar schwer von der Hand und die Präsentation überfordert manchmal etwas, aber wem danach ist, seinen Gitarren-Controller für ein paar coole Elektro-Jams zu entstauben, ist hier goldrichtig. (tr)

Thomas Reisenegger (tr)
Spielspass
Wertung: 3.5/5

Spielinformationen