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Papo & Yo

Das Monster in dir

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"Für meine Mutter, Brüder und Schwestern mit denen ich das Monster in meinem Vater überlebt habe“. Diese Worte begrüßen Spieler in Papo & Yo. Tatsächlich verarbeitet Entwickler Vander Caballero im Spiel traumatische Kindheitserlebnisse mit seinem alkoholabhängigen Vater. Als Junge Quico flüchtet man in eine Traumwelt, in der ein sanftes Riesenmonster, sein bester Freund, lebt. Wittert das sogenannte Monster allerdings mysteriöse Frösche, kann es sich vor Heißhunger nicht mehr im Zaum halten. Sobald es dann einen der grünen Quaker verputzt hat, wird es zum wortwörtlich vor Zorn brennenden Ungeheuer, das Quico verfolgt und schlägt. In einem Puzzle-Adventure mit gelegentlichen Jump’n’Run-Einlagen muss der kleine Held das Monster deshalb von der blinden Wut heilen. Eine mediterrane Stadt, die man mit dubiosen weißen Hebeln physikalisch unkorrekt verändern und so etwa ganze Hochhäuser frei bewegen und zur Brücke umfunktionieren kann, bietet eine gelungene Kulisse. Ambitioniertes Thema, schöne Symbolik, große Botschaft. Alles, was man braucht, um Indie-Hipster-Gamer-Herzen höher schlagen zu lassen, oder? Leider scheitert Papo & Yo aber kläglich am Anspruch „Spiel“. Vom netten Intro und Outro abgesehen, langweilen vorhersehbare Rätsel, während mittelmäßige Optik und mehr als grenzwertige Technik (Bug-Anzahl Marke „Das große Krabbeln“) frusten. Ein bewegendes und ehrliches Stück Videospiel, das leider nicht unterhält. (tr)

Thomas Reisenegger (tr)
Spielspass
Wertung: 2.5/5

Spielinformationen