Freakyforms Deluxe
So werdet ihr zum Monster-Vater


So beispielsweise Will Wrights Spore, das vor ein paar Jahren bei seiner Ankündigung für Furore sorgte. In der Game-Praxis erwies sich leider lediglich die Anfangsphase, also die Zeit, in der man seine Schöpfungen visuell und evolutionstechnisch anpassen durfte, als witzigstes Passage im gesamten Titel. Das sah wohl auch Nintendo so und brachte vor einiger Zeit ein Download-Game in den eShop, in dem man genau das zu tun hatte: Monster bauen. Die nun erweiterte Vollpreistitel-Version auf Modul bleibt diesem Konzept treu.
Bau die Sau
Es muss nicht zwangsläufig ein Schweinchen sein, das ihr im leicht zugänglichen Kreations-Menü erstellt, aber durch das Zusammenklatschen von mehreren Formen für Körper, Gliedmaßen, Kopf etc. bleiben euch alle Optionen offen. Eingeschränkt werdet ihr anfangs eigentlich bloß von zu wenigen Teilen, aus denen ihr wählen könnt. Um deren Anzahl aufzustocken, gilt es dann mit euren Tierchen – ihr könnt ihnen Namen geben und ihnen sogar eine Stimme verpassen – durch ebenfalls gestaltbare Areale (Himmel, Erde, Bäume, Häuser) zu schicken, um dort weitere Teile zu finden. Das macht ihr durch das Futtern von Früchten oder Einsammeln von Münzen und Schatzkisten. Ihr könnt sogar andere Formis – wie sich die Viecher nennen – treffen (und ihre Teile einsacken), mit denen ihr Freundschaft schließen könnt. In separaten Dungeons gilt es dann – ganz Dungeon-mäßg eben – an beinahe automatisch ablaufenden rundenbasierten Duellen teilzunehmen. Da eure Werte hier aber offenbar irgendwie bestimmt werden (Kreativität ist alles!), ist euer Vorankommen in den Höhlen leider reine Glückssache.

Die Steuerung von FreakyForms Deluxe passiert stets über den Touchscreen. Das heißt nicht nur in den Menüs, sondern auch, wenn es darauf ankommt, eure Figur durch die Levels zu lotsen. Ihr gebt durch Tippen auf den bewegungssensitiven Schirm die Laufrichtung vor und bestimmt, wie viel Kraft euer Formi einsetzt bzw. welchen Winkel es nutzt, wenn es eine höhere Ebene bespringen soll. Die offensichtlich angesprochene jüngere Zielgruppe wird damit sicher viel Spaß haben – ebenso wie mit dem Multiplayer-Kreations-Tool, bei dem ihr via Download- oder Multikartenspiel mit bis zu drei Mitspielern Monster erstellt und dann aufeinanderhetzt. Auch könnt ihr via StreetPass Monster und Bilder, die ihr von euren Werken via Augmented-Reality-Feature gemacht habt, tauschen – die Formis zusätzlich sogar via QR-Code. Freaky, oder?





