10000000
Innere Schönheit
Wenn der iPhone-Spiele-Markt eines kann, ist es das moderne Märchen vom Garagenentwickler, der über Nacht zum Star-Spieleschöpfer mutiert, immer wieder zu schreiben. So unlängst geschehen bei 10000000, dessen Weichen auf Appstore-Totgeburt gestellt waren. Keine Werbebemühungen, Titel schlecht zu merken/finden und eine rundum hässliche Aufmachung. Durch Zufall stößt eine große US-Website über das Spiel und plötzlich ist es in aller iOS-Journalisten-Munde. Während es am Großteil des Screens Puzzlespiel-typisch drei gleichfarbige Steine aneinander zur reihen gilt, um diese aufzulösen, dient das obere Bildschirm-Viertel einer RPG-Komponente. Dabei läuft ein namenloser Held von links nach rechts und bekommt für jeden geschafften Meter Punkte gutgeschrieben, um mit dem namensgebenden Score von 10000000 schließlich aus seinem Gefängnis zu entkommen. Blöd nur, dass sich allerlei Hindernisse in Form von Monstern, Rittern oder Türen in des Helden Weg stellen, die man mit den richtigen Symbol-Dreierkombinationen (Schwerter, Schilde, Schlüssel, usw.) aus dem Weg räumt. Anfangs scheinen die 10000000 unmöglich, durch das Erpuzzeln von Rohstoffen und Erfahrungspunkten für Upgrades erkämpft man sich schließlich Schritt für Schritt die Freiheit. Das Ergebnis ist eine optisch schwache, aber unglaublich motivierende und süchtig machende Reise, die auch mit kleinen Steuerungsproblemen zur diesjährigen iOS-Elite gehört. (tr)







