Zombeer
28 Beers Later




Hat jemand Tarantino gesagt?
Doch genau damit haben wir in einem kürzlich angekündigten Feuerwerk aus Wahnsinn, Zombies und Bier zu kämpfen, das sich Zombeer nennt. Der Plot ist dabei relativ schnell zusammengefasst: Der Protagonist, bisher nur unter dem Kürzel „K“ bekannt, wacht nach einer harten Nacht in einer typischen mexikanischen Bar auf. Wie schon weiter oben angedeutet hat K auch ein Hangover-Problem, das allerdings andere Gründe hat, als man eigentlich annehmen sollte. Anscheinend wurde nämlich die ganze Welt während seinem Nickerchen von einem Zombievirus befallen. Mal wieder. Dumm ist auch noch, dass ihn eines der Viecher im Schlaf gebissen und auf den Weg der Zombiefizierung geschickt hat. Einerseits bringt das auch Vorteile mit sich, denn unser Trunkenbold verfügt auf einmal über unbändige Kräfte, andererseits führt der Weg der vollständigen Verwandlung unweigerlich in den Tod. Doch glücklicherweise scheint der Virus eine Allergie gegen Alkohol zu haben, denn sobald K Bier zu sich nimmt, geht es ihm besser! Fortan muss also immer eine bestimmte Dosis an Gerstenarznei eingenommen werden, doch auch nicht zu viel davon, denn sonst verliert K seine Selbstkontrolle und stellt vielleicht noch schlimmere Dinge als die Gehirnesser rundherum an. Spätestens jetzt sollte klar sein: Zombeer nimmt sich an keiner Stelle ernst und erinnert in vielen Dingen an „From Dusk ´til Dawn“ – Quentin Tarantino hätte seine Freude an dem Spiel.
Toiletten-Pantomime
Und auch durch die bisher veröffentlichten Trailer zieht sich der schräge Humor wie ein roter Faden durch. Sieht man in einem davon noch eine Zombie-Stripperin, die ihr totes Fleisch in Dessous präsentiert, geht es von dahin auf der Skurrilitäts-Skala steil nach oben. In „101 Ways to kill a Zombie #72“ kommt uns eine untote Cheerleaderin für unseren Geschmack etwas zu nahe, weswegen sie eins über die Rübe bekommt – und zwar mit einem sternchenbesetzten Sexspielzeug. Das reicht immer noch nicht? In Ordnung. Im Debut-Trailer bekommt man auf einem Rundgang durch ein verlassenes Gebäude einen ersten Eindruck der im Spiel verwendeten Comicgrafik, und zum Schluss gibt’s noch eine Überraschung: Auf dem Klo erwartet uns ein Pantomime-Zombie, der so tut, als würde er eine Zeitung lesen und uns aufgrund unserer unerhörten Störung anfällt. Verrückt. Da fragt man sich, woher dieses Spiel eigentlich kommt, und siehe da, die Entwickler von Moonbite Games sind Spanier. Als Mischunternehmen aus Spiele- und Animationsstudio beeinflusst bei Moonbite immer wieder der eine Teil des Unternehmens den anderen, was auch die kreativen Einfälle erklärt (abgesehen vielleicht vom Lagerfeuer-Programm für die Wii, das die Spielewelt nicht zwingend gebraucht hätte). Noch interessanter ist allerdings, dass die Damen und Herren der Softwareschmiede viel Erfahrung im Cross-Entwicklungsbereich vorweisen können, was bedeuten könnte, dass das Spiel nach dem PSN und XBLA auch noch auf anderen Konsolen landen könnte – Wii U, möglicherweise?





