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Project Cars

Selbst ist der Entwickler

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Wii U|PlayStation 3|Xbox 360
Rennspiel Crowdfunding ist das momentan wohl geflügeldste Wort der Spielebranche. Und warum denn auch nicht? Richtig umgesetzt verspricht das Konzept eine klassische Win-Win-Situation für Entwickler und Spieler gleichermaßen.

So ist es auch wenig verwunderlich, dass sich nicht nur „alte Größen“ auf solche Kredite aus Spielerbörsen verlassen um die eine oder andere Legende wiederzubeleben, sondern auch jüngere Studios darauf zurückgreifen. So auch Slightly Mad, die gerade an einem recht ambitionierten Rennspielprojekt arbeiten: Befeuert durch ihre eigene Madness-Engine darf sich der Spieler in eine umfangreiche Rennkarriere werfen, in der er im Kartsport beginnt und sich langsam aber stetig durch diverse Formel- und GT-Klassen hocharbeitet. Rallyes einzubauen war ursprünglich auch geplant, liegt nach momentanem Status aber auf Eis. Warum wir das wissen ist einfach: Statt, wie bei den meisten anderen Crowdfundingprojekten „nur“ vorab schon das Spiel zu kaufen und je nach Höhe des gezahlten Betrags das eine oder andere Goodie zu bekommen (die es hier aber natürlich auch gibt), gewähren die Entwickler ihren „Gläubigern“ hier vollen Einblick in die Entwicklung. Viele Designentscheidungen und Detailbesprechungen, egal ob es nun um kleine Soundeffekte oder essentielle Codezeilen geht, finden öffentlich statt. Und wenn der eigene Beitrag zum Spiel hoch genug war, bekommt man sogar aktives Mitspracherecht und wird zu den Meetings eingeladen! Wobei wohl nicht verschwiegen sein sollte, dass man dazu eine mindestens vierstellige Summe hinblättern muss … aber man gönnt sich ja sonst nichts. 

Pre Alpha
Doch genug zum Rundherum, widmen wir uns lieber der Action auf der Piste selbst. Die ist nämlich schon jetzt durchaus beeindruckend. „Schon jetzt“ sagen wir deswegen, weil sich das Spiel aktuell noch in der pre-alpha-phase befindet, also noch eine Menge Content fehlt und selbst tiefgreifende Designelemente noch alles andere als final sind. Wie also am Ende der Karrierenmodus genau aussehen wird, können wir ebenso wenig mit Sicherheit sagen wie welche Fahrzeuge es genau geben wird. Gerade in letzterer Hinsicht ist die Licensing-Abteilung von Slightly Mad nämlich noch auf Hochtouren dabei, möglichst viele klingende Namen bieten zu können. Ein paar erste Erfolge gab es schon: Pagani, Gumpert, Lotus, Ford, Mitsubishi, Ariel und BAC sind nur ein paar Hersteller, deren Autos bereits implementiert sind und auch die offiziellen Logos und Namen tragen dürfen – eine Tatsache, die auf so manchen bereits inkludierten Wagen mit Ingolstädter Wurzeln nicht zutrifft. Aber Slightly Mad hat ja schon mehrmals überaus erfolgreich mit allen „großen Deutschen“ wie BMW oder dem Volkswagenkonzern mit all seinen Untermarken, aber auch anderen Ikonen wie Ferrari (Test Drive: Ferrari Racing Legends) zusammengearbeitet – wir sind in dieser Hinsicht also sehr zuversichtlich. Eben wegen dieser großen Expertise mangelt es im Übrigen auch nicht an Strecken, wobei hier nun natürlich zu alten Bekannten wie dem Hockenheimring oder Spa auch die eine oder andere Freilandstraße an der Kalifornischen Küste oder diverse Kart-Strecken in den Mix geworfen werden. An Abwechslung sollte es also nicht mangeln, zumal die SMS sich auch über ein dynamisches Tag/Nacht-, sowie Wetter-System drübertrauen. Die 24H von Le Mans mit all seinen Tücken (Wetterwechsel, blendende Sonnenwinkel usw.) innerhalb von einer halben Stunde? In Project Cars ist das nicht nur möglich, sondern sogar ein Augenschmaus sondergleichen.

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