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Dead Island: Riptide

Aus dem Dschungel in den Dschungel

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PlayStation 3|Xbox 360
Survival-Horror Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn einem gerade via Helikopter die Flucht von einer mit Zombies bevölkerten Insel geglückt ist? Dass man aufgrund schlechter Wetterverhältnisse auf der völlig überfluteten Nachbarinsel Palanai abstürzt, auf der ebenfalls unartige Untote zur Beach-Party laden!

Ein Rollenspiel, das inmitten einer Zombie-Apokalypse – noch dazu einer in einem paradiesischen Setting à la Urlaubs-Insel – angesiedelt ist, das hat schon etwas für sich. So sahen es auch die Gamer und verlangten nach dem ersten Happen faulenden Fleisches sofort nach einem Nachschlag. Den gibt es jetzt im kommenden Jahr – und dank ein wenig abgewandelten Settings – werden es die Entwickler allem Anschein nach auch schaffen, neue Akzente zu setzen, ohne das typische Flair zu vernachlässigen, obwohl das Unterfangen in puncto Gameplay und Story nahtlos an den Vorgänger anschließt. Noch immer gilt es auf einem Eiland, sich durch Dschungel, Dörfer, Katakomben und andere Settings, wie einer Stadt namens Henderson, zu kämpfen, um dort Quests zu erledigen und neue Waffen einzusacken. Ziel natürlich wieder: Weg von der Insel zu kommen (um dann vermutlich für Teil drei auf der nächsten abzustürzen ...). Wir bekamen auf der gamescom eine Szene zu sehen, in der unsere vier Helden (zu den altbekannten vier Mutanten-Metzlern gesellt sich noch ein fünfter) mitten im Urwald damit beschäftigt sind, sich Zugang zu Katakomben unter einem heruntergekommenen Gotteshaus zu verschaffen, von denen sie sich einen Ausweg aus der überschwemmten grünen Zombie-Hölle versprechen. Dazu muss aber erst einmal das Wasser abgepumpt werden, was durch den Lärm der dafür verwendeten Maschinerie jedoch die fleischeslüsternen Untoten anlockt. Aus diesem Grund heißt es zuvor, sich ein sicheres Refugium zu schaffen, indem man in der Kirchen-Ruine Zäune montiert und die neuen Tretminen an kritischen Stellen platziert. Aber selbst dann ist man noch lange nicht in Sicherheit: Sobald die Pumpen laufen, strömt nämlich nicht nur das Wasser ab, sondern auch eine Zombiehorde direkt auf euch zu. Dann heißt es, die angenagten Zäune wieder zu flicken, sich mit Schlag- und den begrenzten Schusswaffen zu wehren oder eines der Standgeschütze zur Verteidigung zu nutzen. Diese haben die Entwickler eingebaut, um für mehr Action im Sequel zu sorgen – eine Mitnahme der wuchtigen Wummen könnt ihr allerdings vergessen. Auch gibt es in solchen Sequenzen nun mehr Munition – dadurch soll verhindert werden, dass Gamer ihre Vorräte horten. Die Herangehensweise der Entwickler hier war: „Benutzt das Zeug jetzt und habt Spaß daran! Wir kümmern uns darum, dass ihr später wieder neue Munition & Co. findet!“ Natürlich verkommt Dead Island Riptide jetzt nicht sofort zum Ego-Shooter, aber es war dem Studio sehr wichtig, dass „die Splatter-Scharmützel im Koop Spaß macht.“ Und genau dieser Mehrspieleraspekt ist auch, der in Teil 2 noch stärker im Vordergrund steht.

Untoten-Union
„Es macht mich wahnsinnig, wenn man bei Multiplayer-Games ewig in der Lobby hockt und nicht mit Freunden spielen kann, weil diese schon ewig weit mit ihren Charakter-Levels sind“, erzählte uns Sebastian Reichert, der Creative Producer des Spiels, auf der GC – deshalb hat sich Deep Silver dazu entschlossen, dass es in Dead Island Riptide von Anfang an möglich ist, dass Level-1-Spieler mit jenen mitzocken, die höhere Stufen mit ihren Figuren erreicht haben. Jeder hat dann einfach angepasste Gegner in seinem Spiel. Eine gute Idee, speziell weil all jene, die den ersten Teil gespielt haben, ihre Charaktere in die Fortsetzung übernehmen können – auf dem damals erreichten Level! So dürfen alte Hasen der Franchise mit jungen Hüpfern gemeinsam auf den (un)tödlichen Zombie-Urlaub gehen. Und damit es zwischen denen keine Verständigungsprobleme gibt, haben sich die Entwickler ein neues Feature ausgedacht, um die Kommunikation zu erleichtern. Musste man sich bislang im Chat immer komplizierte „Codewörter“ ausmache, um bestimmte Punke im Level genau zu bezeichnen – z.B. „der schiefe Schuppen“, „die Munitionskiste unten links“, ... (wer kennt so etwas nicht), ist es in Dead Island Riptide möglich, wichtige Orte auf der Karte zu markieren, damit eure Mitspieler sofort sehen, wo sie gebraucht werden. Einem perfekten Teamwork steht so nichts – mal abgesehen von ein paar Zombies – im Weg; und das ist auch essentiell, schließlich sitzt ihr alle gemeinsam in einem Boot – sogar wortwörtlich: Neben den aus dem Vorgänger bekannten Vehikeln mit vier Rädern nutzt ihr auf der neuen Insel – weil diese ja teils metertief unter Wasser steht – überdies kleinere Zillen und Kähne. Während ihr mit diesen durch idyllische Mangroven-Sümpfe tuckert, wobei ein Spieler für die Navigation zuständige ist, müssen die anderen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür Sorge tragen, dass im Regen stehen gebliebene Touristen, sprich wandelnde Wasserleichen, nicht ungefragt zusteigen. Beklemmend, aber gemeinsam schafft man auch das!

Spielinformationen