Army of Two: The Devil´s Cartel
Aggro hoch 3?



Frische Ideen braucht das Land
Army of Two wird sich mit dem dritten Teil verändern. Allen voran die Stimmung entfernt sich von den zwei Kumpels, die sich durch Horden von Gegnern schießen, gewitzte Sprüche ablassen und ihre Kills ständig mit „Fist Bumps“ zelebrieren. Setting, Story und Charaktere sollen ernster werden und dem Geschehen mehr Nachhaltigkeit verleihen. Für diese Ziele sind sich die Entwickler auch durchaus bereit, etablierte Elemente der Reihe drastisch zu verändern. Der zweite Teil, The 40th Day, spielte noch in einem von Katastrophen gebeutelten Shanghai. In The Devil´s Cartel verschlägt es die Protagonisten dieses Mal in das realistischere Mexiko. Hier stehen die Drogen-Kriege der verschiedenen Kartelle untereinander an der Tagesordnung. Gerade dieses Setting ist ein sehr gewagtes Umfeld für ein Videospiel. Call of Juarez: The Cartel versuchte sich ebenfalls an der heiklen Thematik, mexikanische Politiker riefen zum Boykott und sogar zum Verkaufsverbot des Titels auf. Visceral Montreal verspricht jedoch, das Thema mit dem nötigen Respekt und der nötigen Nähe an der Realität zu behandeln. Der Spieler wird das mexikanische Drogen-Kriege-Problem auch virtuell nicht lösen können und die Protagonisten werden sich ebenfalls nicht mitten auf dem Kriegsschauplatz gegenseitig zum „Gib mir Fünf“ auffordern.

Kennt man allerdings die Hauptcharaktere des zweiten Army of Twos, könnte die neu eingeschlagene Richtung für die Serie etwas befremdlich wirken. Salem und Rios sind zwei Sprücheklopfer, denen der Ernst der Lage schlicht und ergreifend egal ist. Aus diesem Grund sind die beiden im dritten Teil auch nur Neben-Charaktere. Die Spitznamen der beiden neuen Protagonisten sind Alpha und Bravo. Die richtigen Namen wird der Spieler nicht erfahren.




