Army of Two: The Devil’s Cartel
EAs Zweimannarmee soll erwachsen werden




Lets get serious
Wurden die ersten zwei Spiele noch von EA Montreal ersonnen, hat sich Electronic Arts für den dritten Teil die Dead Space-Macher geholt. Visceral Games soll der Franchise einen seriöseren Anstrich verpassen und die Serie von einem soliden Koop-Game in ein Must Have verwandeln. Logischerweise sind diesem Vorhaben einige altbekannte und wohl von dem ein oder anderen unter euch lieb gewonnene Features aus den alten Teilen zum Opfer gefallen. Allen voran die beiden Hauptcharaktere Tyson Rios und Elliot Salem. Bevor hier jetzt der große Fanaufschrei losbricht, seid beruhigt, die beiden kommen sehr wohl in The Devil’s Cartel vor, aber eben nur mehr in einer unterstützenden Rolle. Immerhin müssen Rios und Salem nun ihr mittlerweile beträchtlich angewachsenes privates Sicherheits- und Militärunternehmen Tactical Worldwide Operations, kurz T.W.O., leiten. Da kann sich die Action schon mal weg vom Schlachtfeld und hin zum Schreibtisch verlagern. Außerdem sind die Jahre und das, was sie erlebt haben, nicht einfach spurlos an den zwei Haudegen vorübergegangen. Zugegeben, in dem Genre, in dem wir uns hier bewegen, hat das nicht wirklich etwas zu bedeuten. Sam Fisher gibt sich im kommenden Splinter Cell trotz hohen Alters fitter als je zuvor und die altgedienten Veteranen der Delta Squad aus Gears of War zeigen den Locust selbst nach 15 Jahren Dauerkrieg und Überlebenskampf nach wie vor, wo der Hammer (der Morgenröte) hängt. Aber auch solche Super-Opas haben das Recht, kürzerzutreten und das Ruder an die nächste Generation weiterzugeben.

Frische Gesichter
Visceral Games erklärt die Einführung neuer Hauptcharaktere ganz pragmatisch damit, dass Salem und Rios, so wie man sie kennt, nicht in das angestrebt ernsthaftere Image passen würden, ohne einen unglaubwürdigen Persönlichkeitswechsel zu durchlaufen. Deshalb wartet The Devil’s Cartel mit zwei neuen Gesichtern respektive Masken auf. Hinter der schwarzen Maske versteckt sich Alpha und ihr goldgelbes Gegenstück verbirgt das Antlitz von Bravo. Im Gegensatz zu ihren ebenfalls der Gesichtsverhüllung zusprechenden Arbeitgebern tragen die neuen Protagonisten nur Codenamen. Das soll wohl das Identifikationspotenzial erhöhen. Alpha erfüllt als Veteran und ehemaliger U.S.-Special-Forces-Soldat mit skrupelloser Effektivität sowie militärischer Präzision perfekt die Rolle des erfahrenen Anführers. Er ist T.W.O. beigetreten, weil Tyson ihm damit die Möglichkeit bot, seine Fähigkeiten für etwas Gutes einzusetzen. Während Alpha den die Welt verbessern wollenden Bilderbuchsoldaten mimt, ist Bravo das genaue Gegenteil. Der Mann mit den tätowierten Armen, den schmuddeligen Jeans und der lässigen Lederjacke ist der geborene Überlebenskünstler. Er besitzt einen erstaunlich guten Instinkt sowie ein natürliches Talent im Umgang mit Waffen, allerdings auch ein Problem im Umgang mit Autorität. Na, das kennen wir doch. Genau, klingt ganz nach Elliot Salem. Selbiger ist auch der Grund warum Bravo bei T.W.O. angeheuert hat. Vorbildwirkung eben.




