Silicon Knights besteht nur noch aus Minimalbesetzung
Wie es scheint, steht es gar nicht gut um die Silicon Knights, denn nach einem Bericht von Kotaku besteht das Studio nur noch aus einer Skelettmannschaft - und auch die Reputation des Entwicklers steht unter keinem guten Stern.
Laut den Aussagen eines früheren Mitarbeiters, soll Firmenchef Dyack mehr daran interessiert gewesen sein, eine Demo für Eternal Darkness 2 fertig zu stellen, als dem von der Fachpresse beinahe zerrissenen X-Men: Destiny die notwendigen Polituren zukommen zu lassen. So sollen z.B. 40 % der Mitarbeiter an der Demo gearbeitet haben, anstatt an dem X-Men-Titel für Activision.
"Bei SK werden die Publisher mit einer sehr feindlichen Wahrnehmung angesehen," behauptet ein Mitarbeiter. "Anstatt einer symbiotischen Partnerschaft, war es mehr eine parasitäre. Je weniger Activision über die Vorgänge bei SK wusste, desto leichter war es für Denis [Dyack], sie in sein Netz aus verdrehter Realität zu spinnen."
Ein anderer ehemaliger Mitarbeiter hatte das Gefühl, dass man bei SK das Spiel "absichtlich abstürzen" lies, nachdem Activision eine Verlängerung für das Projekt ablehnte, was das Budget über 35 % überstiegen hätte. Die darauf folgenden Ankündigung des Spiels hätte SK zu sechstägigen Arbeitswochen zu je zehn Stunden pro Tag gezwungen.
Nachdem der finanzielle Erfolg von X-Men: Destiny ausblieb und ein anderes Projekt gecancelt wurde, musste das Studio bereits vierundfünfzig Mitarbeiter entlassen - nun scheint es als gebe es nicht einmal mehr die damals erwähnte Kernmannschaft.


