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OUYA: Auch Firefall-Entwickler zeigen Interesse

Android
Kategorie: Android, Industrie
Dienstag, 31. Juli 2012 um 10:09 von ss

In einem Interview ließ Ex-WoW Lead und CEO des Firefall Developers Red 5 Studios Mark Kern durchblicken, dass er skeptisch gegenüber den Nachfolgern unserer aktuellen Gen ist. Gleichzeitig bekundete er Interesse, für die OUYA zu entwickeln.

"Warum sollte man es nicht für den Preis eines Kickstarters versuchen? Ja, vielleicht schaffen sie es nicht. Einige Leute sagen 'oh, es ist Vaporware'. Aber ich möchte Leute unterstützen, die den Status Quo herausfordern wollen, die etwas Neues probieren wollen", meinte er in einem kürzlich geführten Interview.

"Also habe ich mich auf einem Level beteiligt, der für mich komfortabel war und meine Firma auf einem Level, um ein Dev-Kit zu bekommen und hoffentlich sehen wir das - und vielleicht auch nicht. Es ist ein Risiko, das wir eingehen und es ist für das Beste."

Der große Knackpunkt für Kern an der OUYA ist die offene Plattform. Laut ihm ist es das geschlossene Verkaufsmodell der Plattformhalter, das Innovationen erstickt und normale Haushaltstechnologie stellt das derzeitige Konsolenklima in Frage.

Über den geschlossenen Verkaufskanal der derzeitigen Konsolen sagt er folgendes: "Um sich von der Masse abzuheben, muss man genauso viel für das Marketing ausgeben, wie für die Entwicklung ... das ist kein nachhaltiges Modell. Die Teams mussten größer und größer werden, um die 60 USD Verkaufspreis zu begründen."

"Das tötet die Innovation, denn niemand kann mit dieser Art von Zahlen ein Risiko eingehen oder etwas Neues probieren. Ich denke, das ist schlecht für Spieler und lähmend für Entwickler. Und um ehrlich zu sein, ich sehe nicht, dass Sony oder Microsoft die Offenheit der Veränderungen, die gerade in der Spieleindustrie passieren, umarmen."

"Der Grund, warum es keine Innovationen auf den Konsolen mehr gibt ist, ist, weil man so viel Geld ausgeben muss, um sein Spiel ansprechend für die größt mögliche Zielgruppe auf dieser Plattform zu machen, die eine geschlossene Plattform ist, womit es sich um eine limitierte Anzahl an Usern handelt, richtig? Im Gegenteil dazu der PC mit einem Gratis- oder offenen Verkaufsmodell, wo man die Community rund um das Spiel aufbauen kann."

Er nannte Minecraft als perfektes Beispiel dafür: "Könnt ihr euch vorstellen, das Sony schmackhaft zu machen? 'Es sieht komplett nach 8-bit aus und hat diese Würfel ... du kannst auf diese Würfel schlagen und bekommst etwas heraus und kombinierst es und kannst einen weitere Würfel bauen.' Sie würden sagen, dass du wahnsinnig bist. Das Ding würde niemals grünes Licht auf einer Sony- oder Microsoft-Plattform bekommen."

Kern hat auch keine Pläne, Firefall auf eine Plattform von Sony oder Microsoft zu bringen und ist sehr skeptisch gegenüber ihrem Erfolg.

"Ich bin sehr skeptisch wie viele Leute diese neuen Konsolen kaufen werden, weil jeder bereits ein Tablet hat, ein iPhone, oder auf dem PC arbeitet. Es gibt eine Menge Konkurrenz für die Aufmerksamkeit."

"Ich denke es ist schwieriger und schwieriger, ein eigenes Gerät nur für Spiele zu rechtfertigen - und das ist der Punkt - wenn man die Erfahrung - oder eine ähnliche Erfahrung - auch wo anders bekommt. Dieses etwas andere ist noch nicht da, allerdings ist OUYA eine mögliche Lösung."

Der größte Hinderungsgrund für den PC, als Spieleplattform, ist für viele nach wie vor die Hardware und das Gefühl, diese ständig erneuern zu müssen, während man bei Konsolen eine kauft, die man dann als potente Spieleplattform die nächsten fünf Jahre verwenden kann.

"Ist das wirklich so?", meint er. "Technolgie bewegt sich sehr schnell. Innerhalb von sechs Monaten ist diese Konsole, egal wie neu sie ist, Out of Date. Und wahrscheinlich innerhalb eines Jahres oder zwei danach, wird das neueste Tablet genausoviel Power haben."

Für ihn liegt die Zukunft definitiv im Streamen von Inhalten. Und er vermutet, dass alle TVs über einen kabellosen Streaming-Standard verfügen werden, mit dem Leute ein Spiel auf dem Tablet starten können, auf den Fernseher übertragen und mit einem Controller spielen. Damit wären die Entwickler nicht mehr im Griff einiger weniger Plattformhalter und Konsumenten müssten nicht so viel Bares für Hardware und Software hinlegen.

Auch die finanzielle Hürde für neue Konsolen sei zu groß. Er glaubt, dass die Menschen ihre Smartphones viel schneller erneuern, da ein Großteil der Kosten von den Telefongesellschaften getragen werden. Würde man lediglich 200 Dollar für eine Konsole ausgeben, dann wäre man vielleicht eher bereit dazu, diese ebenfalls alle zwei Jahre auszutauschen.

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